Befund & Ziel
Wir schauen uns an, wo Sie stehen: Beweglichkeit, Kraft, Belastbarkeit, Schmerz. Daraus wird ein konkretes Ziel – nicht „mehr Sport“, sondern zum Beispiel „schmerzfrei Treppen steigen“.
KG am Gerät · KGG
Auf Ihrem Rezept steht „KG-Gerät“ oder „KGG“? Dann bekommen Sie bei uns 60 Minuten medizinisches Training an modernen Geräten – mit eigenem Plan, therapeutisch begleitet und von Ihrer Krankenkasse getragen.
So lang ist eine Einheit Krankengymnastik am Gerät – deutlich mehr Zeit als bei einer klassischen Behandlung.
Sequenztraining, Seilzug und freie Übungen – bei uns ergänzt um die computergesteuerten MILON- und FIVE-Zirkel.
Sie trainieren nicht allein: Ihr Plan wird erstellt, überwacht und laufend angepasst.
KG-Gerät ist ein reguläres Heilmittel. Es kostet Sie nur die gesetzliche Zuzahlung.
Klartext
Krankengymnastik am Gerät ist kein Fitnessstudio auf Rezept. Am Anfang steht eine physiotherapeutische Untersuchung: Wo fehlt Kraft, wo fehlt Beweglichkeit, was hält Sie im Alltag auf? Daraus entsteht ein Trainingsplan, der genau auf Ihre Diagnose zugeschnitten ist.
Der Unterschied liegt in der Dosierung. Zu wenig Reiz bringt nichts, zu viel reizt das Gewebe. Weil wir Ihre Werte dokumentieren und die Ausführung im Blick behalten, trainieren Sie durchgehend im wirksamen Bereich – auch nach einer Operation, mit Arthrose oder nach langer Schonung.
Mit Rezept Termin anfragen
Ablauf
Von der ersten Untersuchung bis zum angepassten Plan – Sie wissen jederzeit, warum Sie was trainieren.
Wir schauen uns an, wo Sie stehen: Beweglichkeit, Kraft, Belastbarkeit, Schmerz. Daraus wird ein konkretes Ziel – nicht „mehr Sport“, sondern zum Beispiel „schmerzfrei Treppen steigen“.
Sie bekommen einen individuellen Plan mit Übungen, Gewichten und Wiederholungen. An den MILON-Geräten wird er auf Ihrem Chip gespeichert – Sitz und Gewicht stellen sich dann automatisch ein.
Sie arbeiten Ihren Plan ab, wir korrigieren die Ausführung und passen die Belastung an. Bis zu drei Patientinnen und Patienten werden dabei parallel betreut.
Ihre Werte werden dokumentiert. Wird eine Übung zu leicht, erhöhen wir – wird etwas gereizt, nehmen wir zurück. So bleibt das Training immer im richtigen Bereich.
Wann sinnvoll
Immer dann, wenn Kraft, Stabilität und Belastbarkeit das eigentliche Ziel sind – nicht nur kurzfristige Schmerzlinderung.
Knie- und Hüft-TEP, Kreuzband, Schulter, Bandscheibe – wenn Kraft und Stabilität zurückkommen müssen.
Chronische Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfall, Instabilität, muskuläre Dysbalancen.
Arthrose in Knie, Hüfte oder Schulter – gezielte Belastung entlastet das Gelenk langfristig.
Nach längerer Schonung, bei Muskelabbau im Alter oder allgemeiner Schwäche.
Ob KG am Gerät für Sie das Richtige ist, entscheidet Ihre Arztpraxis anhand von Diagnose und Heilmittelkatalog. Unsicher, ob es passt? Rufen Sie uns an – wir schätzen es mit Ihnen ein, bevor Sie zum Arzt gehen.
Nach dem Rezept
Sechs Einheiten reichen, um einen Anfang zu machen – nicht, um die Kraft zu behalten. Wer nach der letzten verordneten Einheit aufhört, verliert einen großen Teil des Aufgebauten innerhalb weniger Wochen wieder. Das ist keine Frage der Disziplin, sondern schlicht Biologie: Muskeln brauchen einen regelmäßigen Reiz.
Deshalb sprechen wir mit Ihnen schon vor der letzten Einheit über den Anschluss – und zwar ohne Verkaufsdruck. Meist ist einer dieser drei Wege der richtige:
Angeleitet weitertrainieren in der Gruppe – nach § 20 SGB V von Ihrer Kasse bezuschusst, viele sogar bis zu 100 %.
Sie kennen die Geräte und Ihren Plan bereits – trainieren Sie einfach weiter, mit unserer Betreuung im Rücken.
Kommen Sie aus einer medizinischen Reha? Dann trägt die Rentenversicherung Ihre Nachsorge – bei uns an den MILON-Geräten.
Häufige Fragen
Krankengymnastik am Gerät – auf dem Rezept meist als KG-Gerät oder KGG abgekürzt – ist medizinische Trainingstherapie unter therapeutischer Anleitung. Anders als beim Fitnessstudio steht dabei nicht allgemeines Fitwerden im Vordergrund, sondern ein konkretes therapeutisches Ziel: Kraft nach einer Operation zurückgewinnen, ein Gelenk stabilisieren, Schmerzen durch bessere Muskelführung reduzieren. Sie trainieren an medizinischen Geräten nach einem Plan, den wir für Sie erstellen und laufend anpassen.
Rund 60 Minuten – deutlich länger als eine klassische Krankengymnastik-Behandlung. Sie haben also genug Zeit für Aufwärmen, den eigentlichen Trainingsteil und das Nachbereiten. Dabei werden bis zu drei Patientinnen und Patienten parallel betreut, jede und jeder mit dem eigenen Plan.
In der Regel ein- bis zweimal pro Woche. Zweimal wöchentlich ist für den Kraftaufbau klar wirksamer – Muskeln brauchen einen regelmäßigen Reiz, um sich anzupassen. Was in Ihrem Fall sinnvoll und machbar ist, planen wir gemeinsam mit Ihnen.
Das legt Ihre Arztpraxis anhand des Heilmittelkatalogs und Ihrer Diagnosegruppe fest. Üblich sind sechs Einheiten je Verordnung; bei entsprechender Notwendigkeit sind Folgeverordnungen möglich. Wir sagen Ihnen rechtzeitig Bescheid, wenn sich das Ende der Serie nähert, damit Sie nicht mitten im Aufbau unterbrechen müssen.
Ja. Sowohl Hausärztinnen und Hausärzte als auch Orthopädinnen und Orthopäden dürfen Krankengymnastik am Gerät verordnen. Entscheidend ist die medizinische Notwendigkeit, nicht die Fachrichtung. Wenn Sie unsicher sind, ob KG-Gerät für Sie infrage kommt: Sprechen Sie uns vorher an, wir schätzen das gern mit Ihnen ein.
Als gesetzlich Versicherte oder Versicherter zahlen Sie die übliche gesetzliche Zuzahlung – 10 Prozent der Behandlungskosten plus 10 Euro je Verordnung. Sind Sie von der Zuzahlung befreit oder unter 18, entfällt sie. Alles Weitere trägt Ihre Krankenkasse. Details dazu finden Sie auf unserer Seite zu Rezept und Kosten.
Ja – dann als Selbstzahlerleistung oder direkt als Training auf unserer Trainingsfläche. Als sektorale Heilpraktiker dürfen wir Sie auch ohne ärztliche Verordnung befunden und anleiten. Gerade wenn eine Verordnung ausgelaufen ist, Sie aber weiter aufbauen möchten, ist das der einfachste Weg.
Der Rahmen. Im Fitnessstudio trainieren Sie eigenverantwortlich, meist ohne medizinischen Befund. Bei der Krankengymnastik am Gerät steht am Anfang eine physiotherapeutische Untersuchung, das Programm ist auf Ihre Diagnose zugeschnitten, die Ausführung wird korrigiert und die Belastung dosiert – gerade nach Operationen oder bei Schmerzen ein wichtiger Unterschied.
Reha-Sport findet in der Gruppe statt und zielt auf allgemeine Bewegung und Eigenverantwortung. Krankengymnastik am Gerät ist individuelle Trainingstherapie mit eigenem Plan, gezielter Dosierung und engmaschiger Betreuung. Beides kann sinnvoll sein – oft ist KG-Gerät der intensivere erste Schritt.
In aller Regel ja – und zwar besonders. Gelenke und Knochen brauchen Belastung, um belastbar zu bleiben; reine Schonung verschlechtert die Situation meist. Entscheidend ist die richtige Dosierung, und genau dafür ist die therapeutische Begleitung da. Bei bekannten Vorerkrankungen stimmen wir das Vorgehen mit Ihnen und bei Bedarf mit Ihrer Arztpraxis ab.
Neben klassischen medizinischen Trainingsgeräten und Seilzug trainieren Sie bei uns am computergesteuerten MILON-Kraftzirkel und an den FIVE-Geräten für Beweglichkeit. Am MILON stellt sich das Gerät nach dem Einchippen automatisch auf Sie ein – Gewicht, Sitzposition, Bewegungsumfang. Das spart Zeit und verhindert Einstellfehler.
Das ist der wichtigste Moment – denn Kraft, die Sie aufgebaut haben, verlieren Sie ohne weiteren Reiz wieder. Wir sprechen deshalb rechtzeitig vor der letzten Einheit mit Ihnen über den Anschluss: eine Folgeverordnung, ein bezuschusster Präventionskurs oder das Weitertrainieren auf unserer Trainingsfläche. Sie entscheiden – wir sorgen dafür, dass Sie die Entscheidung nicht erst treffen, wenn die Pause schon begonnen hat.
Fragen zu Fristen, Zuzahlung und den Abkürzungen auf Ihrem Rezept beantwortet unsere Seite Rezept & Kosten.
Dann starten Sie bei uns – mit ausführlichem Befund, eigenem Plan und moderner Trainingsfläche. Auch ohne Rezept möglich.