Kiefer, Nacken, Kopf

CMD endet selten am Kiefer. Wir behandeln die Kette mit – Kaumuskulatur, Halswirbelsäule und Schultergürtel.

Manuelle Techniken

Behandlung von außen und, wenn nötig und für Sie in Ordnung, intraoral mit Handschuh.

Auf Kassenrezept

Verordnet wird meist Manuelle Therapie oder Krankengymnastik mit der CMD-Diagnose. Es gibt keine eigene Heilmittelposition „CMD“.

Auch ohne Rezept

Im Direktzugang behandeln wir Sie als sektorale Heilpraktiker auch ohne ärztliche Verordnung.

Anlässe

Womit Patient:innen zu uns kommen

Selten tritt nur eines dieser Zeichen allein auf – meist ist es eine Kombination, die sich über Wochen aufgebaut hat.

Kieferschmerz

Beim Kauen, Gähnen oder Sprechen – oft einseitig und über den Tag zunehmend.

Knacken und Reiben

Geräusche beim Öffnen oder Schließen, manchmal mit dem Gefühl, das Gelenk springt.

Eingeschränkte Mundöffnung

Wenn Abbeißen, Zahnarztbesuch oder Gähnen zum Problem werden.

Kopfschmerz vom Kiefer

Schläfen- und Stirnschmerz, der mit Kieferanspannung kommt und geht.

Nackenverspannung

Kiefer und Halswirbelsäule beeinflussen sich gegenseitig – meist lohnt es sich, beides zu behandeln.

Zähneknirschen (Bruxismus)

Morgendliche Verspannung, abgeriebene Zähne, Druckgefühl im Ohr.

Ablauf

So gehen wir vor

  1. 1

    Zuhören und untersuchen

    Wann tut es weh, wobei wird es besser? Wir messen die Mundöffnung, prüfen Gelenkbahn und Geräusche, tasten Kau- und Nackenmuskulatur ab und schauen uns die Halswirbelsäule an.

  2. 2

    Entlasten

    Manuelle Techniken an Kiefergelenk, Kaumuskulatur und Nacken nehmen Spannung heraus. Nichts davon ist ruckartig, und nichts passiert ohne Ihr Einverständnis.

  3. 3

    Bewegung wiederherstellen

    Sie lernen Übungen für Mundöffnung, Zungenlage und Kieferkoordination – kurze Einheiten, die sich in den Alltag einbauen lassen.

  4. 4

    Auslöser angehen

    Pressen am Bildschirm, Stress, einseitige Kopfhaltung: Wir schauen, was den Kiefer im Alltag belastet, und arbeiten daran mit Ihnen.

Zusammenarbeit

Schiene und Physiotherapie gehören zusammen

Viele kommen mit einer Aufbiss-Schiene aus der Zahnarztpraxis zu uns. Das ist eine gute Ausgangslage – die Schiene schützt die Zähne und verändert die Belastung, aber sie löst weder verspannte Kaumuskulatur noch eine steife Halswirbelsäule. Genau da setzen wir an.

Auf Wunsch stimmen wir uns mit Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Kieferorthopäden ab, damit beide Behandlungen in dieselbe Richtung arbeiten. Bringen Sie Ihre Schiene einfach zum Termin mit.

Verordnen dürfen sowohl Zahnarzt- als auch Haus- und Facharztpraxen. Auf dem Rezept steht dann meist MT oder KG – was die Abkürzungen bedeuten, erklären wir auf Rezept & Kosten.

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Einordnung

Schonen macht es meist nicht besser

Der Reflex bei Kieferschmerz ist, den Kiefer möglichst wenig zu benutzen: weich essen, wenig sprechen, nicht gähnen. Verständlich – aber auf Dauer kontraproduktiv. Wie an anderen Gelenken auch verliert der Kiefer durch Schonung Beweglichkeit, und die Muskulatur bleibt angespannt.

Was hilft, ist dosierte Bewegung, gezielte Entspannung und das Bearbeiten der Auslöser. Die ausführliche, mit Quellen belegte Fassung dazu steht in unserem Ratgeber: CMD – was bei Kieferschmerzen wirklich hilft.

Häufige Fragen

Organisatorisches zur CMD-Behandlung

Welche Verordnung brauche ich für eine CMD-Behandlung?

In der Regel Manuelle Therapie („MT“) oder Krankengymnastik („KG“) mit der entsprechenden Diagnose. Eine eigene Heilmittelposition „CMD“ gibt es im Heilmittelkatalog nicht. Ausstellen darf die Verordnung Ihre Zahnarztpraxis ebenso wie Haus- oder Fachärztin – Zahnärztinnen und Zahnärzte verordnen Physiotherapie im Rahmen der zahnärztlichen Behandlung.

Arbeiten Sie mit Zahnärzten und Kieferorthopäden zusammen?

Ja, und das ist bei CMD oft entscheidend. Viele Patientinnen und Patienten kommen mit einer Schiene aus der Zahnarztpraxis zu uns. Wenn Sie möchten, stimmen wir uns mit der behandelnden Praxis ab – dann arbeiten Schiene und Physiotherapie in dieselbe Richtung statt nebeneinander her.

Kann ich gleichzeitig eine Aufbiss-Schiene tragen?

Ja. Schiene und Physiotherapie schließen sich nicht aus, sie ergänzen sich häufig. Die Schiene schützt die Zähne und verändert die Belastung; die Physiotherapie arbeitet an Beweglichkeit, Muskelspannung und den Auslösern im Alltag. Bringen Sie Ihre Schiene gern zum Termin mit.

Was passiert in der ersten Behandlung?

Zuerst ein ausführliches Gespräch und die Untersuchung: Mundöffnung messen, Gelenkbahn und Geräusche prüfen, Kau- und Nackenmuskulatur abtasten, Halswirbelsäule beurteilen. Danach beginnen wir meist direkt mit der Behandlung und Sie nehmen erste Übungen mit nach Hause. Planen Sie für den Ersttermin etwas mehr Zeit ein.

Behandeln Sie auch intraoral, also im Mund?

Wenn es der Befund nahelegt, ja – mit Handschuhen und immer erst nach Absprache. Ein Teil der Kaumuskulatur ist von außen kaum erreichbar. Wenn Ihnen das unangenehm ist, sagen Sie es einfach: Es geht auch ohne, und wir richten uns danach.

Wie viele Behandlungen brauche ich?

Das hängt davon ab, wie lange die Beschwerden bestehen und was sie auslöst. Eine Verordnung umfasst üblicherweise sechs Einheiten; bei anhaltender Notwendigkeit sind Folgeverordnungen möglich. Entscheidend ist erfahrungsgemäß weniger die Anzahl der Termine als das, was Sie zwischen den Terminen tun.

Geht das auch ohne Rezept?

Ja. Als sektorale Heilpraktiker dürfen wir Sie auch ohne ärztliche Verordnung untersuchen und behandeln – dann als Selbstzahlerleistung. Wie Fristen und Zuzahlung bei einer Verordnung funktionieren, steht auf Rezept & Kosten.

Ich komme aus Siegen – lohnt sich der Weg?

CMD-Behandlung ist nicht überall im Angebot, und viele unserer Patientinnen und Patienten kommen aus Siegen, Kreuztal, Netphen oder dem unteren Siegtal zu uns. Ihre Verordnung können Sie bei jeder zugelassenen Praxis in Deutschland einlösen, unabhängig vom Wohnort. Wir liegen mitten in Freudenberg, Parkplätze sind direkt vor der Tür.

Kiefer seit Wochen verspannt?

Mit Rezept, mit Schiene oder ganz ohne – wir schauen es uns an.

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